Agenturchef Mirko Kaminski macht seinem Frust per Video Luft
Geringschätzung ist das Schlimmste, was man einer Agentur während eines Pitches antun kann. Der tägliche Frust der Agenturen darüber sucht sich zunehmend kreativere Ventile. Achtung-Gründer Mirko Kaminski greift zu Kamera und Mikrofon.
Die meisten Agenturen haben das schon erlebt: Sie bereiten sich akribisch auf einen Pitch vor, entwickeln Ideen, wägen ihre Argumente, schuften bis in die Nacht und dann? Während des Pitches sitzen sie ein paar gelangweilten Figuren gegenüber, die ihre Zeit absitzen und sich nur homöopathisch dosiert dem Präsentationsgeschehen widmen. Denn: Wer den Auftrag am Ende bekommt, hat ihnen längst ihr Einkaufschef diktiert.
CPWISSEN begleitet die Diskussion um die Pitchkultur im Corporate Publishing seit langem. Beiträge von Manfred Hasenbeck, über viele Jahre Agenturchef und in Sachen Pitch leidgeprüft, zündete mit seinem kritischen Beitrag zum Thema eine Rakete, die einen Schweif von Kommentaren nach sich zog (CPWISSEN, 25.11.10).
Mirko Kaminski greift nun zu Kamera und Mikrofon und stellt sein Video gleich in Youtube, frei nach dem Motto: geteiltes Leid ist halbes Leid. Ein wenig erinnert das an Occupy Wallstreet. Tief sitzender Frust sucht sich ein Ventil.
Nun sollten klare Ziele folgen. Im konkreten Fall der Medien-Pitches ist das auch eine Sache der Verbände.
© CPWISSEN 15.12.2011 15:50






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horst moser meint am 15.12.2011 - 18:19 Uhr
was ist daran eigentlich so schwer zu verstehen:
ideen sind unser wertvollstes kapital.
das wertvollste kapital kann man nicht verschenken. niemand.
erwartet man von einer unternehmensberatung, daß die analyse gratis als einstiegsgeschenk mitgebracht wird?
wenn wir nicht lotterie spielen wollen, müssen wir maßgeschneiderte konzepte liefern und das setzt intensive zusammenarbeit mit dem unternehmen voraus. erst danach kann man sinnvolle konzepte anbieten.
herr kaminski, Sie waren zu feige die komödie abzubrechen.
sind Sie nun nicht wieder feige. jammern Sie nicht, werden Sie konkret, nennen Sie fakten und namen. nicht für mich. dieser art von pitch verweigern wir uns seit jahren. aber für die andern, die glauben, sich an solchen schurkenstücken beteiligen zu müssen, wäre es ein heilsames frühwarnsystem.
noch besser wäre es, wenn keiner hingeht, wie der große vorsitzende dereinst empfahl.
horst moser