Medienübergreifender Dachverband gegründet
Die drei Verbände Forum Corporate Publishing (FCP), der Fachverband Medienproduktioner (f:mp) und die Corporate TV Association (CTVA) haben in München den gemeinsamen Dachverband Media Forum Europe (MFE) gegründet.
Der neue Dachverband soll die gemeinsamen Interessen vertreten und der Unternehmenskommunikation auch bei der politischen Lobbyarbeit ein stärkeres Gewicht geben. Momentan zählt das MFE 750 Mitgliedsunternehmen. Doch Manfred Hasenbeck, frisch gewählter Vorsitzender des Präsidiums, hat für das kommende Jahr bereits die 1.000er-Marke im Blick. Neben Hasenbeck, Gründer und langjähriger Präsident des FCP, wurden die beiden Vorsitzenden der Mitgliedsverbände, Jürgen Wagishauser (f:mp) und Nikolai Behr (CTVA), für drei Jahre in das Präsidium des MFE gewählt.
„Die wichtigsten Ziele des neuen Dachverbands sind gemeinsames Gattungsmarketing sowie die Bildung einer medienübergreifenden Kooperationsplattform“, fasst Hasenbeck zusammen. Damit reagiert das MFE auf die verstärkte Nachfrage nach crossmedialen Lösungen für die Unternehmenskommunikation, wie sie beispielsweise für neue Präsentationsformate wie das iPad verlangt werden. Konkurrenz zwischen den Mitgliedsverbänden soll es aber nicht geben, die drei Präsidiums-Mitglieder sind optimistisch, dass jeder weiterhin für seinen Bereich zuständig bleibt und der Dachverband dort tätig wird, wo die verschiedenen Medienkanäle zusammenlaufen. Dabei sind gemeinsame Pressearbeit, Veranstaltungen und Seminare geplant. Für die Seminar-Angebote ist noch im Herbst die Gründung einer eigenen Akademie geplant. Eine Kooperation mit der Textakademie, der Makromedia Hochschule für Medien und Kommunikation und der Buchakademie ist bereits in Vorbereitung.
Die Akademie soll künftig auch einen Beitrag zur Finanzierung des MFE leisten. Daneben will der Dachverband Sponsoring-Gelder akquirieren und Mittel der EU beantragen, sodass sich das MFE selbst tragen kann. Dazu muss eine länderübergreifende Vereinigung allerdings Unternehmen aus vier EU-Nationen vorweisen. Bislang sind es mit Deutschland und Österreich erst zwei EU-Nationen. Als dritte im Bunde ist die Schweiz vertreten. Die Anschubsfinanzierung leisten das FCP, der f:mp und die CTVA aus ihren Budgets, wobei kein Anstieg der Beiträge für deren Mitglieder geplant ist.
Ein wichtiger nächster Schritt des MFE ist die Gewinnung weiterer Mitgliedsverbände, etwa aus den Bereichen online, Social Media oder Mobile Content. Auch das Gewinnen ausländischer Verbände steht auf der Wunschliste des MFE. Zunächst soll jedoch im deutschsprachigen Raum eine Struktur aufgebaut werden.
Neben dem Präsidium wurde auf der Gründungsversammlung auch der Vorstand gewählt. Er setzt sich ebenfalls aus Vertretern der drei Mitgliedsverbände zusammen. Mit Michael Kaschel, Andreas Siefke, Ferenc Papp, Beat Schaller und Stefan Postler ist das FCP vertreten. Achim Beißwenger repräsentieren die CTVA und für den f:mp zieht Lorenz Mayer-Kaupp in die Vorstandschaft ein. Außerdem wurde Richard Lücke von der Deutschen Post AG in den Vorstand gewählt. Zudem wird sich ein Expertenrat mit Hochschul-Professoren und Anwendern inhaltlich mit Fragen der Corproate Communication befassen.
Eine erste Veranstaltung ist für Herbst 2010 geplant. Auf einem Solutions Day werden Unternehmen aller drei Verbände ihre Best Cases vorstellen.
Die Organisationsstruktur des MFE:

© CPWISSEN 22.07.2010 11:59







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silbermond meint am 22.07.2010 - 21:31 Uhr
Jedenfalls hat Manfred Hasenbeck jetzt wieder eine Aufgabe...Wurde aber auch Zeit...
ML76 meint am 22.07.2010 - 18:22 Uhr
750 Unternehmen - die Masse machts wohl. Aber dass es da keine Konkurrenz zwischen den Verbänden gibt, ist doch fast nicht denkbar. Viele Unternehmen werben doch jetzt schon damit, Kommunikation aus einer Hand anzubieten.