Ulm holt sich Corporate Publisher fürs neue Straßenbahnprojekt
Kommunen, Länder und Ministerien lernen nicht zuletzt aus Stuttgart 21, dass sie neue Infrastrukturmaßnahmen besser frühzeitig und intensiv mit Volk und Wählern diskutieren. Und weil es dabei um Content geht, werden bereits erste Projekte wie in Ulm von Corporate Publishern wie von Signum, Mannheim, begleitet.
Im Auftrag der Stadt Ulm verwirklichen die Verkehrsbetriebe der Stadtwerke Ulm (SWU Verkehr) eine zweite Straßenbahnlinie. Planung und Bau der neuen Linie 2 sollen von Anfang an durch Transparenz und Offenheit gekennzeichnet sein. Signum begleitet diesen vielschichtigen Prozess im Verbund mit zwei Partnern und in enger Abstimmung mit der SWU Verkehr.
Gemeinsam mit Team ewen, Darmstadt, spezialisiert auf Konflikt- und Prozessmanagement, und dem Institut für sozial-ökologische Forschung ISOE, Frankfurt wird ein kombinierter Ansatz aus Information, Dialog und begleitender Marktforschung verfolgt. Seit dem Projektstart im September 2011 hat das Agenturteam unter Leitung von Signum nicht nur in Pressegesprächen sowie in Print- und Online-Medien über das Projekt informiert, sondern auch Events organisiert. Denn eine wesentliche Rolle im Dialog spielen Plattformen für den direkten Austausch zwischen Ulmer Bürgern und Verantwortlichen von Stadt und SWU Verkehr.
Die Bevölkerung bestätigt den Ansatz
Zu diesen Plattformen zählen Bürgerinformationsveranstaltungen, Gruppengespräche und Trassenbegehungen. Die hohen Teilnehmerzahlen bestätigen, dass die verschiedenen Veranstaltungen und Maßnahmen auch von der Bevölkerung als wichtig angesehen werden.
Bis zum Beginn des Planfeststellungsverfahrens im Sommer 2012 sind noch mehrere Bürgerwerkstätten geplant sowie unter anderem Ausstellungen zum Planungsstand und zu den Siegern eines Architekturwettbewerbs für eine neue Brücke, die für die Straßenbahn gebaut werden muss. Eine Website speziell zur neuen Linie 2 informiert kontinuierlich über den aktuellen Stand des Projekts. Im Rahmen des aktiven Bürgerdialogs können Besucher des Internetauftritts auch konkrete Fragen zur neuen Linie stellen, die von Experten der SWU Verkehr beantwortet und für alle sichtbar auf der Website eingestellt werden.
Ulm geht hier, unterstützt von Corporate Publishern, einen beispielhaften Weg der Transparenz und des Dialogs, den hoffentlich auch andere Kommunen, sowie Bund und Länder aufmerksam verfolgen.

"Deutschland ist auf dem Weg zur Mitmachdemokratie"
3 Fragen an Signum-Geschäftsführer Udo Kessler
1. Herr Kessler, hat das Thema Partizipation das Zeug zum neuen Buzzword für Corporate Publisher?
Nein, das wohl nicht. Aber es ist ein interessanter Teilmarkt, in dem auch CP-Know-how gefragt ist.
2. Welche Voraussetzungen brauchen erfolgreiche Partizipations-Projekte?
Ein wichtiger Aspekt ist die Fähigkeit, mit Partnern zusammenzuarbeiten und eigene Kompetenzen mit denen von Spezialisten, beispielsweise in der Mediation, zu verbinden.
3. Wo sehen Sie die größte Herausforderung beim Thema?
Deutschland ist auf dem Weg von einer Zuschauer- zu einer Mitmach-Demokratie. Die Erwartungen der Bürger an eine Einbindung in Projekte aller Art sind hoch. Sie zu erfüllen und dennoch Projekte umsetzen zu können, darin liegt die inhaltliche und kommunikative Herausforderung.

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© CPWISSEN 26.01.2012 10:00







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