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Smart Shopping

Ebay fordert Politik und Telekom-Unternehmen heraus

Mobilfunk ist teuer, unsicher und lahm. 60 Prozent der Verbraucher haben daher keine große Lust aufs Handyshopping. Das missfällt keinem mehr als Shopping-Plattform-Betreiber Ebay, der diese Ergebnisse in einer Studie mit der Verbraucher Initiative ans Licht befördert hat - und jetzt Taten sehen will.

Ebay fordert Politik und Telekom-Unternehmen heraus

Attraktiv wird Mobile Shopping demnach erst, wenn die Kosten für das mobile Surfen sinken (69 Prozent) und sich WLANs außerhalb des Eigenheims kostenlos nutzen lassen (ebenfalls 69 Prozent). Dies ergibt der abschließende Teil der gemeinsamen repräsentativen Studie mit dem Titel "Smart Shopping" der Verbraucher Initiative e.V. und des weltweiten Online-Marktplatzes Ebay. Die Studie zeigt zugleich viel Potenzial: 74 Prozent der Besitzer von Smartphones oder Tablet-PCs haben sich schon mindestens einmal vor dem Kauf mobil über ein Produkt oder eine Dienstleistung informiert. Ein Drittel aller Besitzer von Smartphones und Tablet-PCs (36 Prozent) hat  schon mindestens einmal mit dem Mobilgerät eingekauft.

Mehr schnelle Netze
Ebay und die Verbraucher Initiative fordern daher klare Schritte von Infrastrukturanbietern, Diensteanbietern und Politik: Die Herausforderungen für die Telekommunikationsunternehmen bestehen aus Sicht der Partner der Smart Shopping Initiative vor allem im Ausbau schneller mobiler Netze, in der Förderung öffentlich zugänglicher WLAN-Hotspots sowie in der Schaffung einer größeren Preistransparenz durch die Mobilfunkanbieter.

Mehr Einsatz von neuen Techniken
Die Diensteanbieter sollen zudem ihre Angebote für alle potenziellen Plattformen optimieren und Techniken wie Geolokalisierung oder Augmented Reality nutzen. Die Erhöhung der Sicherheitsstandards wird ebenso gefordert wie der diskriminierungsfreie Zugang zu den verfügbaren mobilen Plattformen.

Zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Verbraucher beim mobilen Informieren und Einkaufen sollten aus Sicht der Kampagnenpartner Verbraucherinformationen auf Mobilgeräte zugeschnitten und konsequent auf die Einhaltung datenschutzrechtlicher Grenzen geachtet werden.

Mehr Medienkompetenz

Um die allgemeine Medienkompetenz weiter zu stärken, sollte ein breites Angebot an Medienbildung aus privater und öffentlicher Hand zur Verfügung stehen, aber auch die digitale Sachkompetenz auf der politischen Ebene und in der Verwaltung ausgebaut werden. Ebenso sollten IT-bezogene Studien-, Weiter- und Ausbildungsangebote attraktiver gestaltet und vor allem Informatik und Ingenieurswissenschaften verstärkt gefördert werden.

Die Smart Shopping-Initiative wurde von Ebay und der Verbraucher Initiative im September 2011 gegründet, um das Verhalten von Verbrauchern zu untersuchen, die sich zunehmend über verschiedene Kanäle informieren und einkaufen. Für die Studie wurden in einer repräsentativen Online-Befragung 2.166 Personen ab 14 Jahren vom Marktforschungsinstitut Innofact AG befragt. Die Ergebnisse sollen nun den gesellschaftlichen und politischen Diskurs fördern.

© CPWISSEN 07.02.2012 20:13

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