Human Resources stellt sich neu auf
Mit Globalisierung und demografischem Wandel haben auch die Personaler in den Unternehmen ihre neue Bestimmung gefunden. Mehr als jemals zuvor streben sie nach Führung, wie es auch der HR-Report 2011 der Recruiting Experten von Hays bestätigt.
Demnach sieht mehr als die Hälfte (50,1%) der Befragten die Stärkung und den Ausbau der Führung als das wichtigste Handlungsfeld an. Diese Einschätzung zieht sich durch alls Branchen und Unternehmensgrößen hinweg. Auf Platz 2 folgt die Mitarbeiterbindung mit 43,3% noch vor der Entwicklung der Mitarbeiter, um deren Beschäftigungsfähigkeit zu fördern. Ein Personalabteilungsklassiker wie das Aufsetzen neuer Vergütungsmodelle landet dagegen mit nur noch 6,8% auf dem letzten Platz.
Auf den ersten Blick erstaunlich: Neue Mitarbeiter gewinnen halten lediglich 31,7% für ihre vordringliche Aufgabe. Wie der Report herausarbeitet, sind die Ineressen allerdings abhängig von Unternehmensgröße und Branche unterschiedlich gelagert. So achten Großunternehmen im Vergleich zu mittelständischen Betrieben stärker auf strategische Themen wie Nachwuchssicherung, Talentmanagement und Demografiesteuerung.
Branchenbezogen sieht der Dienstleistungssektor insbesondere beim Fördern der Beschäftigungsfähigkeit und beim Steuerun der demografischen Entwicklung deutlich geringeren Handlungsbedarf als Industriebetriebe und öffentlicher Sektor. Stattdessen achten Dienstleister besonders auf Mitarbeiterbindung und Unternehmenskultur.
Das Ergebnis überrascht nicht. Denn in der Industrie schieden in den vergangenen Jahren zahlreiche ältere Beschäftigte über Vorruhestandsregelungen aus. Dazu kommt die Verlängerung der Lebensarbeitszeit, so dass das Fördern der Beschäftigungsfähigkeit immer wichtiger wird. Bei Dienstleistungsbetrieben ist die Wechselbereitschaft in der Regel höher, so dass es strategisch immer wichtiger wird, Identifikation zu fördern und Mitarbeiter zu binden.
Als besonders erfolgskritische Handlungsfelder für eine zukunftsorientierte Unternehmens- und Personal-
politik identifiziert die Studie:
• Führung
• Förderung der lebenslangen Beschäftigungsfähigkeit
• Mitarbeiterbindung/Employer Branding
• Work-Life-Balance
• Outsourcing/Insourcing sowie
• Mitarbeitergewinnung
Eckdaten: An der Studie „HR-Report 2011“, die im Sommer 2011 mit Hilfe einer anonymisierten, standardisierten Online-Befragung durchgeführt wurde, beteiligten sich 439 Entscheider aus Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen mit Schwerpunkt Deutschland. 61,5 Prozent der befragten Entscheider kamen aus mittelständischen Unternehmen mit weniger als 1.000 Mitarbeitern. Die verbleibenden 38,5 Prozent lassen sich Großunternehmen zuordnen. Gesonderte Auswertungen nach Unternehmensgröße und Branche sind aufgrund der repräsentativen Verteilung der Befragten jederzeit möglich.
Der HR-Report soll künftig jährlich aufgelegt werden.
© CPWISSEN 17.01.2012 10:04







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